Untergeis, Orgel von Schmerbach


erbaut 1817 - restauriert 1998

  Schmerbach - Orgel in Untergeis
 

Disposition:

Manual

Pedal






S = Schmerbach
N = Neuanfertigung

Tonhöhe: a'= 466 Hz bei 18°C
Stimmungsart: Neidhardt III
Winddruck: 65 mmWS
C - f'''       C - c'      
Gemshorn 8' S   Subbaß 16' S  
Gedackt 8' S   Octavbaß 8' S  
Principal 4' N          
Flöte 4' S/N          
Octave 2' S          
Quinte 1 1/3' N          
Sesquialtera 2f. N          
Mixtur 3f. S          
Traversflöte ab c' 8' S          


Johann Wilhelm Schmerbach II. gehörte einer Orgelbauerfamilie an, die in mindestens fünf Generationen von Frieda in Hessen aus wirkte. 1765 geboren war er der Enkel des Stammvaters Conrad Schmer- bach.
Nur wenige seiner Werke sind erhalten. Die Orgel in Untergeis wurde vergleichsweise wenig verändert. Von der Windanlage blieb jedoch lediglich eine Auflage eines Keilbalges übrig, auf eine Rekonstruktion wurde verzichtet. Ansonsten wurde statt eines nicht zu ermittelnden Registers eine Gambe 8' eingebaut und die Pfeifen des Sesquialters ausgetauscht, der Prospekt nach dem 1. Weltkrieg in Zink erneuert und die heutige Tonhöhe durch Umhängen der Traktur hergestellt.
Bei der Restaurierung wurden neuere, artfremde Materialien entfernt (Filz auf den Ventilen, Laukhuff- Pulpeten u.ä.). Alle Teile, insbesondere der Korpus der Windladen wurden sorgfältig instand gesetzt.
Statt des Schwimmerbalges mit Flexrohranschluß bauten wir einen Einfaltenbalg und Holzkanäle in traditioneller Bauweise, wobei die Platzsituation und Zugänglichkeit verbessert wurde.